Geschichte

Die Geschichte der Feuerwehr ist fast so alt wie das Feuer selbst. War es am Anfang die Urgewalt des Blitzes, die ein Schadensfeuer entfachen konnte, begann für die Menschheit mit der kontrollierten Nutzung des Feuers eine neue Zeit. Jeder einzelne war für sein Herdfeuer selbst verantwortlich. Mit dem Ende der großen Völkerwanderungen und der damit verbundenen Siedlungstätigkeit rückten die Ansiedlungen immer enger zusammen. Damit erhöhte sich die Gefahr, dass beim Ausbruch eines Feuers mehrere Häuser abbrannten. Die Brandbekämpfung beschränkte sich auf das Einreißen von gefährdeten Gebäuden, um ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern. Löschwasser stand nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung; die Brunnen reichten allenfalls zur Trinkwassergewinnung für Mensch und Tier. Die Ansiedlungen vergrößerten sich im Laufe der Zeit zu Dörfern und Städten. Immer mehr Menschen lebten unter einem Dach, welches immer noch aus Holzbalken und einer Stroheindeckung bestand. Feuersbrünste großen Ausmaßes legten oft ganze Orte in Schutt und Asche. Vor solchen Brandkatastrophen blieb auch Waldorf nicht verschont. So wurde ein großer Teil des Dorfes aufgrund von Brandstiftung im 16. Jahrhundert ein Raub der Flammen. Ein weiterer Großbrand brach am 23. Dezember 1824 gegen Mittag im Haus der Familie Dahm im Oberdorf aus. Da die damaligen Mittel zur Brandbekämpfung sehr bescheiden waren (es standen lediglich 80 Brandeimer, 7 Brandhaken und 3 Leitern zur Verfügung) hatte das Feuer verheerende Auswirkungen. Ein starker Wind trieb das Feuer ins Dorf und es wurden insgesamt rund 70 Gebäude durch das Feuer vernichtet. Mitten im Winter waren fast 500 Menschen obdachlos geworden.

Mitgliedschaft

Im Laufe der Zeit wurden nicht zuletzt auch aufgrund solcher Ereignisse in den Städten und Gemeinden Feuerwehren gegründet. Auch in Waldorf reicht die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bereits vor 1907 hatte Waldorf eine Löschgruppe, die über zwei Handdruckspritzen und 150 Meter Schlauch verfügte. Sicher ist, dass sich bereits vorher Bürger um die Verhütung und Bekämpfung von Bränden im Ort sorgten. Eine Handdruckspritze mit Windkessel wird heute im Gerätehaus aufbewahrt und ist noch heute voll funktionsfähig. Zum Einsatz kommt sie allerdings nur noch in Vorführungen, denn längst verfügt die Wehr über moderne Fahrzeuge. Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf ist jedoch als Verein erst ab 1932 nachvollziehbar, dem Jahr der offiziellen Gründung. Aufgrund der Gesetzgebung musste damals in jeder Gemeinde eine Feuerwehr bestehen. Zum ersten Wehrführer der neuen Feuerwehr wurde Josef Frömbgen gewählt. Bedingt durch einen Wohnungswechsel übergab er 1938 das Amt nach entsprechen der Bestätigung durch die örtliche Wehr an Eduard Weber. Dieser blieb bis zu seiner Einberufung im Oktober 1940 Wehrführer. Auf Eduard Weber folgte Johann Dünchel als Wehrführer. Dieser führte das Amt bis zum Jahre 1960. Während seiner Amtszeit erhielt die Freiwillige Feuerwehr Waldorf 1944 die erste, durch Motor betriebene Tragkraftspritze (TS), über die sich die Waldorfer jedoch nicht lange freuen durften. Die TS wurde durch die Besatzungstruppen verschleppt. Erst 1947 konnte als Ersatz eine DKW 3/6 Tragkraftspritze beschafft werden. 1951/52 wurde das Feuerwehrgerätehaus gebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Gerätschaften in einem gemeindeeigenen Schuppen untergebracht. 1960 übernahm Engelbert Waßweiler die Wehrführung die er im Jahre 1989 an seinen Nachfolger Werner Krupp übergab. Ihm folgte im Jahre 2003 Franz-Josef Bruder der im Jahre 2007 das Amt aus gesundheitlichen Gründen an Sascha Cremer abgab.

Erstes Foto

Das älteste Bild der Freiwilligen Feuerwehr stammt aus dem Jahre 1936 - 4 Jahre nach der offiziellen Gründung.

Das älteste Bild der Freiwilligen Feuerwehr stammt aus dem Jahre 1936 - 4 Jahre nach der offiziellen Gründung.

Wehrführer Engelbert Wassweiler

Ehrenwehrführer Engelbert Wassweiler

Ehrenwehrführer Engelbert Wassweiler

1960 wurde Engelbert Waßweiler zum Wehrführer gewählt. Während seiner Amtszeit erhielt die Feuerwehr Waldorf 1967 erstmals ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) mit Zubehör, zu dem auch eine neue Tragkraftspritze (TS 8/8) gehörte. Dieses Fahrzeug wurde 2001 durch das neue TSF-W ersetzt. 1980/81 wurde das Gerätehaus renoviert; außerdem wurden eine Wasserleitung und eine Elektroheizung in Eigenleistung der Wehrleute eingebaut, wobei die Verbandsgemeinde Bad Breisig die Materialkosten übernahm. Bei dieser Gelegenheit wurden die alten, zum Teil noch aus der Gründerzeit vorhandenen Geräte von den Feuerwehrangehörigen überholt und instand gesetzt. 1983 erhielt die Feuerwehr Waldorf ein zweites Tragkraftspritzenfahrzeug, dessen Anschaffung durch die Neueinteilung in die Brandrisikoklasse 2 notwendig geworden war. Zur ordnungsgemäßen Unterstellung des Fahrzeuges war die Errichtung einer weiteren Fahrzeughalle am Gerätehaus erforderlich, die von der Verbandsgemeinde Bad Breisig in den Jahren 1985/86 mit erheblichen Eigenleistungen der örtlichen Feuerwehrangehörigen erfolgte.

Wehrführer Werner Krupp

ehem. Wehrführer Werner Krupp

ehem. Wehrführer Werner Krupp

In den Jahren 1989 - 2003 führte Werner Krupp die Waldorfer Wehr. Sein Vorgänger Engelbert Waßweiler wurde bei der Amtsübergabe zum Ehrenwehrführer der Waldorfer Wehr ernannt. Unter der Führung von Werner Krupp konnte die Waldorfer Wehr 1990 ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24) aus Bundeswehrbeständen erhalten, das wiederum in Eigenleistung der Feuerwehrkameraden für die Belange der Waldorfer Wehr hergerichtet und umgespritzt wurde. Seitdem war der ,,Anton" das ,,Paradepferd" der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf. Damit alle Fahrzeuge an einer Stelle untergebracht werden konnten, wurde das Gerätehaus in den Jahren 1991/92 erneut erweitert. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig gab für diese Maßnahme einen Zuschuss von 45 000 DM. Damit, sowie den Geldern der Kameradschaftskasse und verschiedener Spenden wurde mit dem 3. Stellplatz zugleich ein komplett neuer Sanitärtrakt erstellt. Gleichzeitig wurde aus einem bisherigen Speicherraum ein Schulungsraum geschaffen. 1994 wurde von der Verbandsgemeinde Bad Breisig mit erheblicher Kostenbeteiligung der örtlichen Wehr eine neue Tragkraftspritze angeschafft.

Wehrführer Franz-Josef Bruder

ehem. Wehrführer Franz-Josef Bruder

ehem. Wehrführer Franz-Josef Bruder

Wehrführer von 2003 bis 2006 und stellvertretender Wehrführer von 1989 - 2003. Krankheitsbedingt hat er am 31.12.2006 sein Amt als Chef der Wehr abgegeben.

In Memoriam

Walter Nachtsheim - immer zur Stelle und immer zu Späßen aufgelegt.

Walter Nachtsheim - immer zur Stelle und immer zu Späßen aufgelegt.

Wir gedenken in großer Dankbarkeit der Toten, Gefallenen und Vermissten der Freiwilligen Feuerwehr Waldorf. Namentlich für alle stehen die verstorbenen Kameraden die der heutigen Generation noch in guter Erinnerung sind:

Cremer, Walter

Nachtsheim, Egon

Nachtsheim, Rudolf

Nachtsheim, Walter

Oerter, Engelbert